Opel
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| Adam Opel GmbH | |
|---|---|
| Unternehmensform | Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
| Gründung | 1862 |
| Unternehmenssitz | Rüsselsheim, Deutschland |
| Unternehmensleitung |
Hans H. Demant (Vorsitzender), Eric Alstrom, Reinald Hoben, Holger Kimmes, Marco Molinari, Thomas Owsianski, Alain Visser; Aufsichtsrat: Carl-Peter Forster (Vorsitzender) |
| Mitarbeiter | 27.661[1] (2006) |
| Umsatz | 15,6[2] Mrd. EUR (2007) |
| Branche | Automobilhersteller |
| Produkte | |
| Website | www.opel.de |
Die Adam Opel GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller, der seit seiner Umwandlung in eine Aktiengesellschaft im Jahre 1929 (seit 2005 Gesellschaft mit beschränkter Haftung) zum US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors gehört. Der Unternehmenssitz ist Rüsselsheim. Produktionswerke befinden sich an vier deutschen sowie sieben weiteren europäischen Standorten.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Gründung und erste Jahre
Adam Opel war ältester Sohn des Schlossermeisters Philipp Wilhelm Opel in Rüsselsheim. Nach der Lehre im väterlichen Betrieb ging Opel 1857 auf die Gesellenwanderschaft, die ihn über Lüttich, Brüssel und England nach Paris führte. Zunächst arbeitete er dort in einer Tresorfabrik, dann mit seinem Bruder Georg Opel in der Nähmaschinenfabrik von Journaux & Leblond. Anfang 1862 wechselten sie in die Nähmaschinenfabrik von Huguenin & Reimann. Im Herbst 1862 kehrte Adam Opel nach Rüsselsheim zurück und begann in der väterlichen Werkstatt mit dem Bau der ersten Opel-Nähmaschine.
Im Frühjahr 1863 machte sich Adam Opel in einem ehemaligen Kuhstall selbständig, der in Paris gebliebene Bruder Georg versorgte ihn mit den notwendigen Spezialstählen, Greifern und Nadeln. Die Fertigung der Nähmaschinen beanspruchte viel Zeit. So verdiente Opel seinen Lebensunterhalt mit der Herstellung von Weinverkorkmaschinen und dem Verkauf von Nähmaschinen der Firma Plaz und Rexroth aus Paris (diese Nähmaschinen werden oft fälschlich als Opel Nr. 1 bezeichnet). 1864 waren auch Howe-Nähmaschinen aus London im Opelangebot.
Die 1868 geschlossene Ehe mit der Fabrikantentochter Sophie Marie Scheller ermöglichte Opel im gleichen Jahr die Errichtung der Näh Maschinen.Fabrik von Adam Opel und den Erwerb von Fabrikanteilen der Gießerei Lallement & Cie. Bis 1880 wurden insgesamt 20.000 Nähmaschinen hergestellt. Mit dem Fabrikumbau von 1882 erfolgte die Umstellung auf das Singer-System. Bis dahin hatte Opel gebaut: Opel-Nähmaschine nach Plaz und Rexroth, Thomas-Schneidernähmaschine, 1864 Delphin-Nähmaschine nach Grover und Baker, 1870 Titannähmaschine Sophia und Cylinder-Elastique-Nähmaschine für Schuhmacher. 1885 produzierten 300 Mitarbeiter 18.000 Nähmaschinen.
Spätestens um 1900 wurde deutlich, dass die Zukunft des Opel-Werkes nicht bei den Nähmaschinen liegen würde. Die gesamte deutsche Produktion war fast höher als der mögliche Weltabsatz. So stagnierte der Nähmaschinenverkauf, Opel verkaufte billigst an Großhändler und nach Übersee. Deshalb kam der große Brand im Nähmaschinenwerk 1911 wie gerufen; Opel beendete die Nähmaschinenproduktion zugunsten der Fahrrad- und Motorwagenherstellung. In den Jahren zwischen 1863 und 1911 hatte Opel insgesamt eine Million Nähmaschinen hergestellt und verkauft.
[Bearbeiten] Die Fahrradproduktion
Opels Söhne Carl, Wilhelm, Heinrich, Fritz und Ludwig begeisterten den Vater von der Idee des Fahrrades. Dank ihrer Hartnäckigkeit ließ sich der Vater überzeugen; 1886 verließ das erste Opel-Fahrrad die Fabrik an der Trasse der Mainbahn. Im Jahr 1898 stellten 1200 Beschäftigte fast 25.000 Nähmaschinen und 15.000 Fahrräder her. Der Fabrikbrand 1911 bedeutete eine Pause für die Fahrradproduktion, doch bereits 1912 war der Betrieb wieder aufgenommen.
Auch waren es die fünf Opel-Brüder, die als erfolgreiche Radrennfahrer zur Popularität der Opel-Fahrräder beitrugen. In den 1920ern stieg Opel zum größten Fahrradhersteller der Welt auf. 1936 wurde die Fahrradproduktion an den Neckarsulmer Zweiradhersteller (NSU; ehemals Neckarsulmer Strickmaschinen-Union) verkauft. NSU- und Opel-Fahrräder wurden bis ca. 1940 als NSU bzw. NSU-Opel angeboten.
[Bearbeiten] Beginn der Automobilproduktion
1898, drei Jahre nach dem Tode des Firmengründers, der nie Autos produzieren wollte, begannen seine Söhne mit dem Automobilbau. Sie kauften die Firma des Dessauer Hofschlossermeisters, Automobilpioniers und Konstrukteurs Friedrich Lutzmann, machten ihn zum Direktor und bauten den Opel-Patentmotorwagen System Lutzmann. Dieser war vorher von Lutzmann auf der ersten IAA 1897 ausgestellt worden.
Opel produzierte von Anfang an verschiedene Karosserie- und Motorvarianten, unter anderem auch einen Lieferwagen. Die Motorisierung erlaubte eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h. Allerdings konnten sie nicht mit den damals hochentwickelten französischen Motorwagen konkurrieren, und so wurde die Automobilproduktion vorerst eingestellt.
1902 unterzeichnete Opel einen Kooperationsvertrag mit dem französischen Automobilbauer Darracq und produzierte Voiturette-Fahrzeuge unter dem Markennamen Opel-Darracq. Die Kooperation wurde bis 1907 aufrechterhalten. Im Jahr 1902 gab es jedoch auch schon die erste Opel-Eigenkonstruktion, den 10/12 PS, einen Zweizylinder, der mit einem 1,9-Liter-Ottomotor ausgerüstet war.
1904 brachte Opel den ersten Vierzylinder, den Opel-Darracq 30/32 PS, auf den Markt. Besonders beliebt war zu jener Zeit das Modell Doktorwagen (4/8 PS), ein zweisitziges Cabriolet, das 1909 produziert und von Ärzten oft und gerne für Hausbesuche benutzt wurde. Der erste Sechszylinder entstand 1916 mit dem bis 1920 gefertigten 18/50 PS,.
1911 brachte Opel neben den Automobilen den Opel 60-PS-Motorpflug auf den Markt, der sich auf Landgütern großer Beliebtheit erfreute. Während des Ersten Weltkrieges hielt Opel die Autoproduktion aufrecht und fertigte unter anderem die Fahrzeuge der 9/25 (8/25) PS-Reihe. Im Jahr 1912 produzierten 3.000 Arbeiter 30.000 Fahrräder und 3.000 Autos. Das Werksgelände war rund 73.000 m² groß.
1924 wurde das Opelwerk in Rüsselsheim als erstes in Deutschland mit Fließbändern ausgestattet, um für breitere Schichten preisgünstiger zu produzieren. Das Erfolgsmodell Opel Laubfrosch konnte in Großproduktion gebaut werden. Zeitweilig war Opel der größte deutsche Automobilhersteller. Fritz von Opel, der sich bereits als Testfahrer einen Ruf erarbeitet hatte, experimentierte unterdessen an Autos mit Raketenantrieb und erreichte 1928 auf der AVUS mit seinem Modell RAK 2 die Rekordgeschwindigkeit von 220 km/h. Ein Jahr später unternahm er mit dem Flugzeug RAK 1 auf dem Frankfurter Rebstockgelände den weltweit ersten bemannten Raketenflug. Die Anzahl der Mitarbeiter wuchs von 2.400 im Jahr 1924 auf 9.400 im Jahr 1928, als Opel mit 42.771 hergestellten Automobilen einen Marktanteil von 27,5 Prozent erreichte.
[Bearbeiten] Die Motorradproduktion
Kurz nachdem die Automobilproduktion aufgenommen wurde, baute Opel auch motorisierte Zweiräder. Das erste Opel-Motorrad war das 2-PS-Motorzweirad, das ab 1901 die Fabrik in Rüsselsheim verließ und für 700 Mark zu haben war.
Nach dem Ersten Weltkrieg ruhte die Produktion einige Jahre. 1922 wurde eine Bahnrennmaschine speziell für schnelle Zementbahnen entwickelt.
Mitte der 1920er verlagerte Opel die Motorradproduktion nach Sachsen. Im Jahr 1928 übernahm Opel dann die Aktienmehrheit an den Diamant Fahrradwerken aus Chemnitz. Im selben Jahr erwarb Fritz von Opel die Lizenz für den sogenannten „Neander-Rahmen“ von Ernst Neumann-Neander. Bald darauf ging das mit diesem Pressstahlrahmen ausgestattete Motorrad Opel Motoclub 500 in die Serienproduktion. Es war nur in der Farbkombination Silber/Rot erhältlich und wurde bis 1930 gefertigt.
Das Ende der Motoclub bedeutete auch das Ende der Motorradproduktion bei Opel.
[Bearbeiten] Die Nutzfahrzeugproduktion
Im Jahr 1909 wurde bei Opel die LKW-Produktion aufgenommen und 1910 die ersten Nutzfahrzeuge als leichte LKW ausgeliefert. Zuerst allerdings nur mit 1,5 t und 1911 mit 3,5 t Nutzlast, die auch als Heeres-LKW mit 30 PS sehr erfolgreich wurden. Dieser LKW hatte bei der kaiserlich-russischen Subventionsfahrt den großen Test bestanden. Dieser LKW-Typ wurde auch als Omnibus gefertigt. Bei einem verheerenden Brand im Opelwerk wurde dieser Typ auch als Feuerwehr-LKW bis 1918 gebaut. Während des ersten Weltkriegs wurde zusätzlich ein LKW mit 4,5 t Nutzlast gebaut. Im Werk Rüsselsheim wurden zwischen 1915 und 1918 mit über 4.000 Beschäftigten 4.453 Lastwagen, 2.391 Personenkraftwagen und zirka 6.000 Flugzeugmotoren nach BMW-Lizenz hergestellt.[3] Wegen der französischen Besatzung am 12. Dezember 1918 musste zunächst der Nutzfahrzeugbau vorübergehend eingestellt werden. Danach wurden die LKW mit großvolumigen Motoren (6,2 l) mit bis zu 50 PS in geringen Stückzahlen weitergebaut. Im Inflationsjahr 1923 musste die Lkw-Produktion vollständig eingestellt werden. Erst ab 1927 baute Opel wieder kleine LKW als sogenannte Schnellastwagen mit bis zu 2,5 t Nutzlast, die nun auch Luftreifen und eine Vierradbremse besaßen. Im Jahr 1931 übernahm General Motors das Unternehmen Opel vollständig. Die bereits Ende 1930 vorgestellte neue Lkw-Baureihe mit einer bis zweieinhalb Tonnen Nutzlast, dessen einprägsamer Name „Blitz“ im Rahmen eines großen Preisausschreibens ermittelt wurde, war sehr erfolgreich[4].
[Bearbeiten] 1929–1945: Übernahme durch General Motors, Zweiter Weltkrieg
1928 war Opel mit 44 Prozent aller in Deutschland produzierten Kraftfahrzeuge größter Fahrzeughersteller Deutschlands. Am 3. Dezember 1928 erfolgte die Änderung der Rechtsform des Unternehmens von einer Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft. Das Grundkapital betrug 60 Millionen Reichsmark. Am 17. März 1929 verkauften Wilhelm von Opel und sein Bruder Friedrich Opel 80 Prozent der Unternehmensanteile an den amerikanischen Automobilkonzern General Motors. 1931 gaben sie das Unternehmen endgültig aus der Hand der Familie Opel. Hauptgrund war die hereinbrechende Weltwirtschaftskrise. Der Verkaufspreis betrug für damalige Verhältnisse gewaltige 33,352 Millionen Dollar bzw. 154 Millionen Reichsmark.[5] Die Opel-Brüder konnten dabei durchsetzen, dass sie Mitglieder des Aufsichtsrates blieben und Fritz von Opel den Vorstand leitete. Außerdem blieb der Name Opel und eine eigenständige Modellpolitik erhalten.
Im Jahr 1930 erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust von knapp 14 Millionen Reichsmark. Im Jahr 1931 hatte Opel es nur noch 5.892 Beschäftigte und die Jahresproduktion aller Kraftfahrzeuge ging 1932 auf 20.928 zurück. Gewinnbringend war insbesondere der Export mit einem Anteil von 77,6 Prozent des gesamten deutschen Automobilexportes im Jahre 1931.
Zu dieser Zeit wurde als Hauptstütze des Programms der „Regent“ in einer 1,2-Liter- sowie einer ebenfalls von den Ausmaßen her bescheidenen 1,8-Liter-Version gebaut, der auch als formschönes Coupé und als Roadster angeboten wurde.
Der 1935 vorgestellte Opel P4 verkaufte sich als erster „Volkswagen“ mit über 65.000 Stück in nur zwei Jahren ausgesprochen gut. Auf Veranlassung der NS-Regierung wurde im gleichen Jahr für die Produktion der größeren Dreitonner „Blitz“-Lkw das hochmoderne Werk in Brandenburg an der Havel gebaut.
Ebenfalls im Frühjahr 1935 präsentierte Opel den nach den kommenden Olympischen Spielen benannten Olympia, der als erstes deutsches Fahrzeug über eine selbsttragende Ganzstahl-Karosserie verfügte. Die Oberklasse wurde noch 1937 vom konservativ mit Kastenrahmen konstruierten Super 6, der äußerlich dem aktuellen Chevrolet Master ähnelte, repräsentiert.
Im Jahre 1938 standen Schweden und Dänemark (7200 bzw. 3250 Autos aller Modelle) an der Spitze der Opel-Exportstatistik, gefolgt von Polen (1400), Argentinien (1300) und Südafrika (1200). Nach Costa Rica gingen 100 Wagen, 145 Stück nach China und sogar Neuseeland bestellte 168 Autos in Rüsselsheim. Opel war zeitweise größter Autohersteller Europas und 1938 mit einem Anteil von 46,6 Prozent am deutschen Gesamtexport wichtigster Devisenbeschaffer für das Dritte Reich. Dem für Opel zuständigen Vizepräsident von General Motors James D. Mooney wurde am 9. Juni 1938 das Verdienstkreuz des Ordens vom deutschen Adler erster Stufe durch Adolf Hitler verliehen.
Vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 bestand die Pkw-Modellpalette aus den Vierzylindermodellen Kadett (1,1 Liter Hubraum/23 PS) und Olympia (1,5 l/37 PS), sowie den Oberklassewagen mit Sechszylinder-Motor Kapitän (2,5 l/55 PS) und Admiral (3,5 l/75 PS). 1938 wurden 140.580 Kraftfahrzeuge bei einem Nettoumsatz von 337,7 Millionen Reichsmark gebaut.
Auf Weisung des NS-Regimes wurde die Pkw-Produktion im Oktober 1940 eingestellt. Während des Zweiten Weltkrieges stellte die Firma mit dem 3-Tonnen-Lkw Typ Blitz „S“ (Standard) den wichtigsten Lastwagen der Wehrmacht her. Neben der Blitz-Lkw-Produktion und der Motorenfertigung wurden in den Fabrikhallen von Opel in Rüsselsheim Teile für Raketen und Torpedos sowie Komponenten für die Junkers Ju 88 und Messerschmitt Me 262 hergestellt. Bis 1943 waren in Rüsselsheim über 18.500 Personen beschäftigt; im Juli und August 1944 wurden die Werke in Rüsselsheim und Brandenburg durch alliierte Luftangriffe stark beschädigt, im Januar 1945 erreichte im Zuge der katastrophalen Rohstofflage diese Zahl mit knapp 6.000 Beschäftigten einen Tiefpunkt.
Das Engagement von General Motors beim späteren Kriegsgegner Deutschland wurde vom damaligen Geschäftsführer von GM mit den hohen Profiten gerechtfertigt, die wegen der Devisenbewirtschaftung in Deutschland allerdings bis 1941 nur eingeschränkt über die Schweiz in die USA transferiert werden konnten. 1942 konnte General Motors seine Tochtergesellschaft Opel als Vermögenswert in Feindeshand finanztechnisch abschreiben. Bis Kriegsende produzierte Opel 1,1 Millionen Fahrzeuge.
[Bearbeiten] Die Nachkriegsjahre bis heute
Im Auftrag der amerikanischen Militärregierung wurden ab Juli 1945 drei Jahre lang zunächst über 1500 beschädigte Pkw, vorzugsweise Opel-Modelle aus der Vorkriegszeit repariert und in den späten 1940er Jahren monatlich 500 Kühlschränke unter dem Namen Opel Frigidaire hergestellt. Das Jahr 1945 geht in die Firmengeschichte als das Jahr ein, in dem kein einziges Opel-Fahrzeug produziert wurde: Der erste „Nachkriegs“-Opel war ein „Blitz“-Lkw mit 1,5 t Nutzlast, der am 15. Juli 1946 das Werk Rüsselsheim verlässt, das noch 1944 zur Hälfte zerstört wurde.
Das nach der Zerstörung bereits wieder produktionsbereite Lkw-Werk Brandenburg sowie die Rüsselsheimer Anlagen für die Kadett-Produktion mussten Mitte 1946 auf Beschluss der Siegermächte als Reparationsleistungen in die Sowjetunion transportiert werden. Der „Kadett“ wurde dort als Moskwitsch 400 weiter produziert.
Dank des Engagements des ersten Betriebsratsvorsitzenden Friedrich Zängerle nahm Opel 1947 die Automobilproduktion in Rüsselsheim zunächst mit dem erfolgreichen kleinen Vorkriegsmodell Olympia und ab 1948 mit dem größeren Kapitän wieder auf. 8147 Mitarbeiter beschäftigte das Werk Ende 1947, Ende 1951 waren es 19.585. General Motors übernahm am 1. November 1948 wieder die Führungskontrolle bei Opel. Dem Olympia folgte 1953 der Olympia Rekord.
Erst 1962 lief wieder die Produktion eines Kadett im neuen Werk Bochum an. Der Kadett A war eine komplette Neuentwicklung und hatte mit dem Vorkriegsmodell nur seine Größe gemein. 1964 bekam der Kapitän zwei große „Brüder“, den Admiral und den Diplomat.
Diese „großen Drei“, auch bekannt als „KAD“-Reihe (Kapitän/Admiral/Diplomat), schlossen die Modellpalette bis 1977 nach oben ab.
Die 1960er und 1970er Jahre waren die große Blütezeit der Firma Opel, die damals nach VW der zweitgrößte deutsche Automobilhersteller und in einigen Fahrzeugklassen sogar Marktführer war. Am 9. Juli 1964 lieferte Opel den fünfmillionsten Wagen aus. Die Produktion in Bochum lief auf Hochtouren: 1965 sind 500.000 Kadett hergestellt – nur 21 Monate später ist die Million erreicht. Im gleichen Jahr 1966 wird das Zweigwerk Kaiserslautern eröffnet, das Gelenkwellen, Stoßdämpfer und Fahrwerkteile herstellt. 1962 beschäftigt die Adam Opel AG 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 2,2 Milliarden DM. 1972 sind 59.200 Mitarbeiter bei Opel beschäftigt und erzielen einen Jahresumsatz von 6,5 Milliarden DM.
Ab Herbst 1970 sind die erfolgreichen Modelle Ascona und Manta im Programm; das zehnmillionste Opel-Automobil, ein Rekord C Caravan, läuft im September 1971 in Rüsselsheim vom Band. Im Jahr 1972 lag Opel mit 20,4 Prozent Marktanteil noch vor Volkswagen und erreichte mit fast 878.000 Einheiten die höchste Stückzahl seit Beginn der Autoherstellung 1899.
In den Jahren 1980 bis 1982 sorgt die zweite Ölkrise in der gesamten Autobranche für einen tiefen Rückschlag, der mit fast 20 Prozent schlimmer war als zur Weltwirtschaftskrise 1929/30. Das erste Mal seit 1950 schreibt Opel rote Zahlen: 411 Millionen DM im Jahre 1980. Über 7500 Beschäftigte werden, teilweise mit Abfindungen, entlassen. Nur der neue Kadett D mit Frontantrieb verkauft sich zufriedenstellend.
1990 sind im Opel-Konzern 57.400 Mitarbeiter beschäftigt bei einem Jahresumsatz von 23,708 Milliarden DM.
Seit Ende der 1980er Jahre führten ein wenig innovatives Design und die durch die rigorosen Sparmaßnahmen des Opel-Managers José Ignacio López de Arriortúa verursachten Qualitätsprobleme zu einer negativen Imageentwicklung der Marke Opel, insbesondere im Vergleich zum Hauptkonkurrenten VW. Die als „López-Effekt" bekanntgewordenen Mängel hatten Rückrufaktionen zur Folge. Nach López' Wechsel zu VW im Jahre 1993 wurde ihm vorgeworfen, interne Unterlagen von Opel/GM mitgenommen und bei VW verwendet zu haben („López-Affäre"). Vielfältige Fehler bei Marketing, Modellentwicklung, Produktion und Qualitätssicherung hatten Opel seit Beginn der 1990er Jahre in die schwerste Krise seiner Geschichte gestürzt und zu einem massiven Personalabbau geführt.
Auch wegen Abstimmungsschwierigkeiten zwischen der europäischen Zentrale von GM in Zürich und der Opel-Zentrale in Rüsselsheim und des wenig glücklichen Agierens der in rascher Folge wechselnden, meist aus den USA entsandten Opel-Vorstände kam es immer wieder zu Problemen und Versäumnissen bei Modellpolitik, Produktion und Qualitätssicherung.
Diese Fehler ließen den Marktanteil von Opel stark zurückgehen, bis zum Tiefpunkt von 9,1 Prozent im Jahre 2007. Eine anhaltend schlechte Konjunktur drückte zusätzlich auf die Absatzzahlen. Die daraus resultierenden Milliardenverluste führten zu einem drastischen Abbau von Kapazitäten und Mitarbeitern. Im Werk Bochum, wo von ursprünglich bis zu 23.000 Arbeitsplätzen nur noch rund 6000 Arbeitsplätze erhalten bleiben sollten, kam es deswegen im Oktober 2004 zu einem mehrtägigen Streik der Belegschaft, der mit einem Teilerfolg endete. Im Jahr 2006 hatte Opel in Deutschland 27.661 Mitarbeiter – zehn Jahre zuvor waren es noch 46.000.
Da Opel-Aktien nicht an der Börse notiert sind, wurde zum Bürokratieabbau und zur Kostensenkung die Adam Opel AG in eine GmbH umgewandelt. Am 7. Dezember 2005 erfolgte die Eintragung der Adam Opel GmbH ins Handelsregister. Seit Herbst 2007 stützt der Export der Astra-Limousine in die USA, wo das Modell unter der Marke Saturn verkauft wird, die Auslastung der europäischen Werke. General Motors kalkuliert für den Astra mit einem Exportpotenzial zwischen 20.000 und 100.000 Exemplaren.[6]
Im Jahre 2008 verschlechterte sich die finanzielle Lage von General Motors und in deren Folge auch die von Opel durch aktuell uneinbringbare Außenstände beim Mutterkonzern. Aus diesem Grund stellte Opel beim Bund eine Anfrage hinsichtlich einer Bürgschaft zur Kreditabsicherung,[7] die Regierung kündigte an bis Weihnachten 2008 darüber zu entscheiden.[8] Ende November 2008 teilte GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster mit, dass der Lohn bei Opel kurzfristig um mindestens 10 Prozent sinken soll.[8].
[Bearbeiten] Unternehmen
Opel ist einer der größten deutschen Fahrzeughersteller und hat neben Rüsselsheim Standorte in Bochum, Kaiserslautern und Eisenach. 2006 hatte der Konzern 27.661 Beschäftigte.
Am 18. Juni 2004 wurde Hans Demant Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG. Seit 7. Dezember 2005 ist er Vorsitzender der Geschäftsführung der Adam Opel GmbH.
[Bearbeiten] Marke
Opel ist in Kontinentaleuropa und im Nahen Osten die Hauptmarke von General Motors. Bis auf kleine Abweichungen im Angebot der Karosserievarianten unterscheidet sich die Modellpalette der Vauxhall-Modelle auf den britischen Inseln nicht davon. Opel-Fahrzeuge werden außerdem in Russland, Indien, der Volksrepublik China, Singapur sowie in Südafrika angeboten. Hier werden oft günstigere Modelle meist älterer Baureihen verkauft.
Außerhalb der genannten Opel-Vertriebsgebiete übernehmen oft lokal ansässige Schwesterunternehmen den Verkauf und die Produktion der sonst baugleichen Fahrzeuge. In Großbritannien ist das der Lutoner Automobilhersteller Vauxhall, der die Produktion selbst konstruierter Modelle seit den 1970er Jahren eingestellt hat, in Australien Holden, die jedoch auch eigene Modelle und Modelle anderer Marken wie zum Beispiel Pontiac anbietet, in Nordamerika Saturn und in Lateinamerika Chevrolet.
[Bearbeiten] Mitarbeiter und Standorte
Die Adam Opel GmbH beschäftigte im Jahre 2006 in Deutschland 27.661 Mitarbeiter an fünf Standorten.
| Name | Produktion seit | Produkte | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| GM-Werke in Deutschland | |||
| Rüsselsheim | 1898 (seit 1929 GM) | Insignia; ehemals auch Omega, Vectra und Signum | Hauptsitz der Adam Opel GmbH Internationales Technisches Entwicklungszentrum Koordinaten: 49° 59′ 21″ N, 8° 23′ 27″ O49.98916666678.39083333333 Testgelände Dudenhofen: 49° 59′ 35″ N, 8° 55′ 25″ O49.99306388898.923645 |
| Bochum | 1962 | Astra Fünftürer und Caravan, Zafira, Fahrzeugteile für General Motors | Siehe auch: Werk Bochum I, Werk Bochum II/III |
| Brandenburg/Havel | 1935–1944 | „Blitz“-Lkw | Siehe auch: Opelwerk Brandenburg (1944 durch Luftangriff zerstört; nach 1945 demontiert) |
| Kaiserslautern | 1966 |
|
Früher wurden Chassis-Komponenten für Opel-Modelle gebaut. Gelenkwellen, Kupplungen, Bremszylinder, Stoßdämpfer und Teile für Automatikgetriebe komplettierten die Produktpalette der Gründerzeit |
| Eisenach | 1990 | Corsa (nur Dreitürer) | |
| GM-Werke in Europa | |||
| Antwerpen, Belgien | 1924 | Astra TwinTop, GTC, Caravan und Fünftürer | |
| Saragossa, Spanien | 1982 | Corsa Drei- und Fünftürer, Meriva, Combo | |
| Gleiwitz, Polen | 1998 | Agila A, Astra Classic, Astra sedan, Zafira | |
| Ellesmere Port, Vereinigtes Königreich | Vivaro | Ellesmere Port soll geschlossen werden; Luton wurde bereits 2002 geschlossen | |
| Wien/Aspern, Österreich | 1982 | Motoren (1.0TP, 1.2TP, 1.4TP) und Getriebe (Easytronic, Fünf- und Sechs-Gang-Getriebe) | |
| Produktionsstätten anderer Unternehmen | |||
| Renault Batilly, Frankreich |
1980 | Movano | |
| Heuliez Cerizay, Frankreich |
2004 | Opel Tigra Twintop | |
Außerdem verfügt Opel über ein Testzentrum in Rodgau-Dudenhofen in Hessen und ein Test- und Eventzentrum in Pferdsfeld.
[Bearbeiten] Zulassungen in Deutschland
| Die folgende Tabelle ist ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) versehen. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung. |
| Jahr | Anzahl der Zulassungen | Prozent der Gesamtzulassungen |
|---|---|---|
| 2006 | 334.479 | 10,31 % |
| 2005 | 348.008 | 10,48 % |
| 2004 | 334.063 | 10,23 % |
| 2003 | 332.270 | 10,42 % |
| 2002 | 336.588 | 10,30 % |
| 2001 | 394.586 | 11,80 % |
| 2000 | 407.730 | 13,50 % |
| 1999 | 522.170 | ? |
| 1998 | 529.425 | ? |
| 1997 | 545.293 | ? |
| 1996 | 557.229 | ? |
| 1989 | 455.672 | ? |
| 1988 | 428.610 | ? |
| 1987 | 454.535 | ? |
| 1986 | 421.114 | ? |
| 1985 | 367.740 | ? |
| 1984 | 389.182 | ? |
| 1982 | 391.916 | ? |
| 1981 | 378.364 | ? |
[Bearbeiten] Geschichte des Logos
Das erste Opel-Logo nach Gründung des Unternehmens bestand aus den verschnörkelten Buchstaben A und O, den Initialen Adam Opels. Das A war in Bronze, das O in Rot gehalten.
Ab 1886 war dann unter anderem die Siegesgöttin Victoria sowie ein Fahrradfahrer auf dem Logo zu sehen. Dieses Bild war umgeben von der Aufschrift „Victoria Blitz“, dem Namen eines der ersten Opel-Fahrräder. Ab 1909 wurde der Name zum Logo. Ein schwungvoller Opel-Schriftzug in Gold zierte die Motorräder und Autos. Ein Jahr später wurde das Logo abermals geändert. Von nun an sah man ein blaues, von Lorbeeren umgebenes Auge, in dem sich der Schriftzug „Opel“ in Majuskeln befand.
Von 1935 an führte man einen stilisierten Zeppelin, der Fortschritt symbolisiert, umgeben von einem gelben Ring, der ein Rad darstellen soll. Der Zeppelin kam auch als Kühlerfigur, zum Beispiel auf dem Olympia vor. Ab 1950 wurde ein weiteres Logo verwendet, das jedoch nicht auf den Fahrzeugen zu finden, sondern für die Händlerorganisation vorgesehen war. Auf einem zur einen Hälfte gelben, zur anderen weißen Oval war der Opel-Schriftzug zu sehen.
In den 1960ern veränderte sich der Zeppelin immer stärker zum Blitz. Offiziell ist der Blitz seit 1963 das Logo von Opel. 1970 wurde das Logo der Händlerorganisation abermals verändert, der Blitz mit Ring auf einem gelben Rechteck zu sehen, unter dem der Schriftzug „Opel“ zu sehen war. Dieses offizielle Logo wurde von einem schwarzen Rechteck umgeben und fand vor allem auf Druckerzeugnissen Verwendung. 1987 wurde das Opel-Logo dann modernisiert.
Auf den Fahrzeugen selbst war seit den 1960er Jahren jedoch immer lediglich der Opel-Blitz ohne Typographie zu sehen, immer wieder in wechselnden Materialen (Form- oder Flächenzeichen) und Proportionen, selbst bei zeitgleich produzierten Modellen. Die Erzeugung einer Einheitlichen CI ist bei Opel die längste Zeit nicht konsequent verfolgt worden.
Die 2007 vorgestellte Studie GTC Concept zeigt das bisherige Opel-Logo, in das oben am Ring der Schriftzug „Opel“ eingraviert wurde. Der Insignia trägt als bisher einziges Modell seit 2008 ebenfalls dieses Logo.[9]
[Bearbeiten] Virales Marketing (C.M.O.N.S.)
Opel betreibt als einer der ersten Autohersteller verstärkt Virales Marketing mit der fiktiven Band „The C.M.O.N.S.“.[10]
Als Zielgruppe der Kampagne gelten die 20- bis 30-Jährigen. Daher sollen die als Figuren gewählten Stoffpuppen mit den künstlich geschaffenen, individuellen Lebensläufen in Verbindung mit dem beworbenen Corsa dessen „Jugendlichkeit“ bzw. Jugendtauglichkeit zum Ausdruck bringen.
Die Band besteht aus den Figuren White, Red und Blue (männlich) sowie Moo und Cherri (weiblich). Sie wurden von dem in Barcelona lebenden deutschen Künstler Boris Hoppek erschaffen. Es existieren Musikstücke, die von der real existierenden Band The Outcomes kreiert wurden.
Bei der Einführung der C.M.O.N.S. wurde sehr infiltrierend vorgegangen, unter anderem mit Plakataktionen oder auch Beiträgen in Online-Communitys wie YouTube und MySpace. Besonders hervorzuheben ist aber auch die Zusammenarbeit mit MTV und die regelmäßige Ausstrahlung von MTV Under The Radar. Mittlerweile setzt Opel die C.M.O.N.S. auch direkt für die Corsa-Werbung ein. Opel war auch Sponsor der MTV Europe Music Awards 2006 vom 2. November 2006, der Corsa war „offizielles Auto“ dieser Veranstaltung.
[Bearbeiten] Modelle
[Bearbeiten] Modellnamen
Von Beginn der Automobilproduktion bis 1930 trugen die Opel-Modelle meist Bezeichnungen wie zum Beispiel 4/12 PS. Die Zahl vor dem Schrägstrich war eine Modellbezeichnung, die Zahl dahinter gab die Leistung in PS an. Ausnahmen waren der erste Opel, der die Bezeichnung Patentmotorwagen „System Lutzmann“ trug, sowie der Opel Regent, von dem 1928 25 Exemplare produziert wurden.
Dieses doch recht komplizierte System wurde nach der Übernahme durch General Motors 1931 durch die Angabe des Hubraums (zum Beispiel 1,2 Liter) ersetzt, die jedoch nur bis 1937 beibehalten wurde. Eine Ausnahme war hier der Opel P4, dessen Name mitteilt, dass es sich um ein Auto für vier Personen handelt. Der Name des ab 1935 produzierten Opel Olympia wurde im Hinblick auf die Olympischen Sommerspiele 1936 gewählt und auch für die Nachfolgemodelle übernommen.
Während von den 1940er bis zu den 1980er Jahren häufig Begriffe als Modellbezeichnungen verwendet wurden, die aus dem Bereich Marine (Kapitän, Admiral, Kadett), sowie aus anderen offiziellen Bereichen (Diplomat, Senator) stammten, erfolgte in den späten 1980er Jahren der Wechsel zu Namenskreationen, die auf „A” endeten. Die letzte umbenannte Modellreihe war die des Opel Kadett, die in Opel Astra umbenannt wurde und dadurch der Namensgebung der englischen Schwestermodelle folgte. Die einzige Ausnahme dieser Namensgebung bildete der in Lizenz gebaute Opel Monterey. Analog dazu enden die Modellbezeichnungen der Transportermodelle auf „O” (Combo, Vivaro, Movano, ehem. Campo). Mittlerweile werden wieder Modelle vorgestellt, deren Namen nicht auf „A” enden, wie zum Beispiel der Opel Signum oder der Opel Speedster, auch wenn viele auf „A” endende Modellnamen bislang beibehalten werden.
[Bearbeiten] Zeitleiste
[Bearbeiten] Modellgeschichte
| Bauzeit Produzierte Fahrzeuge |
Baureihe | Anmerkung | Bild |
[Bearbeiten] Kleinwagen |
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| 1980–1982 |
Chevette | Zwischen dem Auslaufen des Kadett C und dem Start des Corsa A als billigeres Auto angeboten. Der Chevette wurde von Vauxhall produziert. | |
| 1982–1993 |
Opel Corsa A | Erster Kleinwagen von Opel. | |
| 1993–2000 | Opel Corsa B | Auf Basis des Konzepts Opel Junior, das bereits 1983 vorgestellt wurde. War in den 1990ern der erfolgreichste Kleinwagen in Deutschland. | |
| 1994–2000 | Tigra A | Auf dem Corsa B basierendes Sportcoupé. | |
| 2000–2006 | Opel Corsa C | Weiterentwicklung des erfolgreichen Vorgängers | |
| 2004–2009 | Tigra TwinTop B | Auf dem Corsa C basierendes Cabriolet. | |
| seit 2006 | Opel Corsa D | Weiterentwicklung des Corsa C, stark abweichendes Heckdesign zwischen Drei- und Fünftürer, basiert auf einer Kooperation mit Fiat. | |
| ab 2009 | Corsa Cabrio C | Nachfolger des Tigra TwinTop B, basiert auf der Plattform des Corsa C. | |
[Bearbeiten] Kompaktklasse |
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| 1947–1953 156.870 |
Olympia | Ein geändertes Vorkriegsmodell von 1935 und erster Opel-Pkw nach dem Krieg. Im Jahre 1950 modernisiert, z. B. mit einem anderen Kühlergrill. | |
| 1962–1965 649.512 |
Opel Kadett A | Im extra hierfür errichteten, neuen Opel-Werk Bochum produziert. Erhältlich als zweitürige Limousine, dreitüriger Kombi (Caravan) und Coupe. Nach Facelift 1964 etwas eckigere Front. | |
| 1965–1973 2.649.501 |
Opel Kadett B | Weiterentwicklung des Vorgängermodells, neue Karosserievarianten: Vier- und Fünftürer. Bis 1970 wurde eine Luxusausführung unter der Bezeichnung Olympia verkauft. 1967 stark überarbeitet (neue Hinterachse, aufgewerteter Innenraum). Verkaufsschlager, zeitweise vor dem VW Käfer auf dem 1. Rang der Neuzulassungen. | |
| 1967–1970 80.637 |
Olympia A | Von 1967 bis 1970 wurden luxuriös aufgewertete Modelle des Opel Kadett B, zumeist mit den jeweils stärksten verfügbaren Motoren, unter dem Namen Opel Olympia angeboten. | |
| 1973–1979 1.701.000 |
Opel Kadett C | Neue Karosserie über weitgehend unveränderter Technik. Zusätzliche Karosserievarianten: Kompaktes dreitüriges Schrägheck (City), Targa-Cabrio (Aero) (gebaut von Baur in Stuttgart). Scheinwerfer anfänglich rund, später rechteckig. 1977 leichtes Facelift. Im Ausland bis 1990 weiter produziert. | |
| 1979–1984 2.092.087 |
Opel Kadett D | Völlige Neuentwicklung, erster Opel mit Frontantrieb. Die nüchterne, moderne Karosserie unterscheidet sich stark von den Vorgängern. Versionen: Schrägheck (mit großer oder kleiner Heckklappe), Kombi und Lieferwagen (Kombi ohne hintere Seitenfenster). Erstmals auch mit Dieselmotor lieferbar. | |
| 1984–1991 3.779.289 |
Opel Kadett E | Die Karosserie wurde rundlicher und strömungsgünstiger. In enorm vielen Versionen lieferbar: drei- und fünftüriges Schrägheck, viertüriges Stufenheck, drei- oder fünftüriger Kombi, Cabrio (bis 1993) und Hochdachkombi Combo. Äußerst erfolgreich, später als Daewoo Nexia in Korea weitergebaut. | |
| 1991–1998 | Opel Astra F | Neuentwicklung, erstmals auch mit Fahrerairbag und ABS erhältlich (Ausstattungslinien CD und GSi). Der Name Astra stammt von Vauxhall, mit dieser Bezeichnung verließ bereits in den 1980er Jahren der Kadett für Großbritannien die Bochumer Bänder. Absatz zeitweise fast so groß wie der des VW Golf. Karosserievarianten: dreitürig, fünftürig, Stufenheck, Caravan und Cabrio (entworfen und gebaut von Bertone). 1994 erfolgte eine Modellpflege. | |
| 1998–2004 | Opel Astra G | Völlig neu gestaltetes Modell; Dreitürer, Fünftürer, Stufenheck, Caravan und Cabrio; weitere Karosserievariante: Coupé als inoffizieller Nachfolger des Calibra. Dessen Markterfolg war jedoch enttäuschend. | |
| 2004–2009 | Opel Astra H | Vollständige Neuentwicklung auf der Delta-Plattform von General Motors. Karosserievarianten: Dreitürer (GTC), Fünftürer, Kombi, Hardtop-Cabrio (Twin Top), ab 2006 auch Stufenheck (zunächst nur für Ost- und Südeuropa sowie Asien, seit 10/2008 auch in Deutschland lieferbar). Ein Erfolgsmodell, das schon im Jahr 2006 die Millionengrenze überschritt. 2007 erhielt der Astra H eine Modellpflege. | |
| ab 2009 | Astra I | Neugestaltetes Model, etwas runder und emotionaler. | |
[Bearbeiten] Mittelklasse |
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| 1970–1975 692.000 |
Opel Ascona A | Um die Lücke zwischen Kadett und Rekord zu füllen, brachte Opel 1970 dieses komplett neuentwickelte Fahrzeug auf den Markt. Dieses Marktsegment war vor allem vom Ford Taunus beherrscht. Auch ein Kombi (Caravan),wurde angeboten. | |
| 1970–1975 500.000 |
Manta A | Fünfsitziges Sportcoupé auf Basis des Ascona A. | |
| 1975–1981 |
Opel Ascona B | Eine Variante dieses Fahrzeugs wurde in Großbritannien ab 1976 als Vauxhall Cavalier verkauft. | |
| 1975–1988 550.000 |
Manta B | Der auf dem Ascona B basierende Manta erreichte Kultstatus. | |
| 1981–1988 |
Opel Ascona C | Der Ascona C war die erste Ascona-Baureihe, die mit Frontantrieb ausgeliefert wurde und basierte auf der internationalen J-Plattform von General Motors. In Großbritannien unter der Bezeichnung Cavalier auch als Kombi lieferbar und von der GM-Tochter Holden in Australien gebaut. | |
| 1988–1995 |
Opel Vectra A | Völlige Neuentwicklung und ein großer Erfolg. Facelift 1992/1993. | |
