Brookings Institution

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Die Brookings Institution

Die Brookings Institution ist eine Denkfabrik in den Vereinigten Staaten mit Sitz in Washington, D.C. Sie beschreibt sich als „unabhängige Organisation für Forschung, Bildung und Publikation mit Fokus auf öffentliche Politik in den Gebieten Wirtschaft, Auslandspolitik und Staatsführung“. Die Gründung der Vorgängerorganisation Institute for Government Research (IGR) erfolgte im Jahr 1916 vom Philanthropen Robert Somers Brookings.[1]

Präsident des Thinktanks Brookings Institution ist seit 2023 Cecilia Rouse, die zuvor an der Princeton Universität und in der Regierung des US-Präsident Joe Biden arbeitete.[2] Von Oktober 2017 bis zu seinem Rücktritt am 12. Juni 2022 fungierte der US-amerikanische General der United States Marine Corps und ehemalige Befehlshaber der International Security Assistance Force John R. Allen als Präsident.[3] Zuvor war Strobe Talbott der Präsident.[4]

In einem Memorandum an den US-Präsidenten Richard Nixon schrieb der Präsidentenberater Patrick Buchanan am 3. März 1970 über die „institutionalisierte Macht der Linken, die in Stiftungen gebündelt ist, die der Demokratischen Partei nahestehen“. Hierdurch rückte die Brookings Institution in den Fokus der Regierung. Durch die Aussage des Beraters des Weißen Hauses Tom Charles Huston, es gebe bei Brookings Institution in einem Safe eine Akte darüber, wie Nixons Präsidenten-Vorgänger Lyndon B. Johnson 1968 den US-Bombenstopp für Vietnam genau gehandhabt hatte, wurden im Juni 1971 Nixons Stabschef „Bob“ Haldeman zusammen mit dem nationalen Sicherheitsberater Henry Kissinger aufgefordert, dort mit dem Ziel einzudringen, die Akte zu beschlagnahmen, um eine angeblich lückenlose Dokumentation über Johnsons Handlungen sicherzustellen. Allerdings wurde trotz mehrfachen Nachhakens durch Nixon dieses Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt.[5]

2002 wurde auf Initiative von Haim Saban das Saban Center for Middle East Policy gegründet.[6]

Im September 2014 berichtete die New York Times über die Einflussnahme der Regierung von Katar auf die Brookings Institution.[7] Laut New York Times sagte Katar der Brookings Institution 2013 eine Spende von 14,8 Millionen Dollar zu. Als Folge hätten Forschungsgruppen von Brookings auf Kritik an der Regierung Katars verzichtet, berichteten Wissenschaftler des Instituts.[8]

Commons: Brookings Institution – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Brookings Institution History. In: Brookings. 22. Juli 2016, abgerufen am 9. April 2023 (amerikanisches Englisch).
  2. Dr. Cecilia Rouse talks about being appointed Brookings's ninth President. Abgerufen am 14. Februar 2024 (amerikanisches Englisch).
  3. David D. Kirkpatrick: John R. Allen Resigns as Brookings President After Qatar Revelations. In: The New York Times. 12. Juni 2022, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 14. Februar 2024]).
  4. John R. Allen named next Brookings Institution president. In: Brookings. 4. Oktober 2017, abgerufen am 9. April 2023 (amerikanisches Englisch).
  5. Woodward and Bernstein: 40 years after Watergate, Nixon was far worse than we thought, Washington Post. Abgerufen am 7. November 2016.
  6. Jon Schwarz: Ha Ha: Hillary Clinton's Top Financial Supporter Now Controls "The Onion". 26. Januar 2016, abgerufen am 16. April 2024 (amerikanisches Englisch).
  7. Ausländische Regierungen spenden an US-Thinktanks - WELT. Abgerufen am 9. April 2023.
  8. Eric Lipton, Brooke Williams, Nicholas Confessore: Foreign Powers Buy Influence at Think Tanks. In: The New York Times. 7. September 2014, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 9. April 2023]).