Eine schlimme Sache

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Eine schlimme Sache, auch Eine böse Tat (russisch Недоброе дело, Nedobroje delo), ist eine Erzählung des russischen Schriftstellers Anton Tschechow, die am 2. März 1887 in der Peterburgskaja gaseta erschien.[1]

J. Treumanns Übertragung ins Deutsche kam 1891 unter dem Titel Eine böse Tat bei Reclam in Leipzig heraus. Andere Übersetzungen: 1892 ins Serbokroatische (Зло дело), 1895 ins Rumänische (O faptă reaEine Schandtat), 1897 ins Ungarische (Éjfélkor a temetöbenUm Mitternacht auf dem Friedhof) und 1898 ins Bulgarische (Лошо дело) sowie ins Slowakische (Neporiadna vec).[2]

Anton Tschechow

Drei Diebe dringen des Nachts in einen Friedhof ein, der eigentlich von drei Männern bewacht wird. Doch einer schläft und ein zweiter liegt im Fieber. Einer der Diebe – er gibt sich als Wanderer aus – lenkt den dritten Mann, also den aktiven Wächter, ab. Währenddessen brechen die anderen zwei Diebe in den Altarraum der Friedhofskirche ein. Als der aktive Wächter die Wahrheit ahnt, lässt der „Wanderer“ die Maske fallen und hält den Übertölpelten gewaltsam in Schach. Den drei Dieben gelingt die Flucht über genau den Weg, den sich der „Wanderer“ von dem Wächter kurz zuvor hat zeigen und beschreiben lassen.

Das Thema der Erzählung – ein Kirchendiebstahl – ist nicht vorhersehbar. Vielmehr legen die (sich am Ende der Geschichte als Lügenmärchen entpuppenden) Äußerungen des „Wanderers“ gegenüber dem Friedhofswächter die Annahme nahe, es handele sich um eine Gruselgeschichte.

Deutschsprachige Ausgaben

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Verwendete Ausgabe

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Einzelnachweise

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  1. russ. Hinweis auf Erstpublikation
  2. russ. Hinweise auf Übersetzungen
  3. Deutschlandfunk am 23. Januar 2010
  4. Kapitän Kopejkin Eintrag im WorldCat