Fritz Eberth

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Fritz Eberth (* 3. Oktober 1910[1] im Deutschen Reich; † 6. Juli 1968 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler bei Bühne, Film und Fernsehen.

Leben und Wirken

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Über Herkunft und Ausbildung Eberths ist derzeit nichts bekannt. In der Spielzeit 1933/34 trat er am Breslauer Lobe-Theater sein erstes nachweisbares Festengagement an. Es folgten bis in die frühen Kriegsjahre hinein Verpflichtungen an kleinere Spielstätten in Karlsruhe (an die Badische Bühne, eine Wanderbühne), Sondershausen und Reichenberg im Sudetenland. Zwischendurch gab Fritz Eberth 1937 in Berlin mit einer kleinen Rolle sein Filmdebüt. Seine letzte Festanstellung an ein Theater bis zur von Goebbels verordneten kriegsbedingten Schließung aller deutschen Spielstätten 1944 erfolgte in den beiden Spielzeiten 1942 bis 1944 an das Linzer Landestheater (heutiges Oberösterreich).

Nach Kriegsende nahm Fritz Eberth seine Bühnentätigkeit mit einem Festengagement 1949/50 in Konstanz wieder auf. In der Spielzeit 1950/51 holte ihn der angesehene Theatermacher Heinz Hilpert an das Deutsche Theater Göttingen, wo Eberth bis 1954 Ensemblemitglied blieb. Zeitgleich kehrte Eberth auch wieder mit kleinen Rollen vor Kinofilmkameras zurück. Seit der Spielzeit 1954/55 schloss sich Eberth bis zu seinem Tode dem Ensemble des Berliner Schiller-Theaters unter der Intendanz von Boleslaw Barlog an. Hier sah man ihn gleich zu Beginn unter anderem als Southard in Herman Wouks Die Meuterei auf der Caine, als Fedja in Leo Tolstois Krieg und Frieden, als Freiherr von Mordax in Christian Dietrich Grabbes Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung und als Kommissar in Carl Zuckmayers Das kalte Licht. Seine Filmtätigkeit setzte er zu dieser Zeit mit Chargen aller Arten unvermindert fort, wobei seit 1957 das Fernsehen mehr und mehr an Bedeutung gewann.

  • Kürschners Biographisches Theater-Handbuch, Walter de Gruyter Co., Berlin 1956, S. 140
  • Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Erster Band, Bad Münder 1960, S. 329 f.

Einzelnachweise

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  1. Fritz Eberth in den Akten der Reichskulturkammer