Gazivodasee

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Gazivodasee
Staumauer des Sees nordwestlich von Zubin Potok
Staumauer des Sees nordwestlich von Zubin Potok
Staumauer des Sees nordwestlich von Zubin Potok
Lage Kosovo Kosovo
Serbien Serbien
Zuflüsse Ibar
Abfluss Ibar
Größere Orte in der Nähe Novi Pazar, Mitrovica
Gazivodasee (Kosovo)
Gazivodasee (Kosovo)
Koordinaten 42° 57′ 42″ N, 20° 34′ 1″ OKoordinaten: 42° 57′ 42″ N, 20° 34′ 1″ O
Daten zum Bauwerk
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 694 m
Wasseroberfläche 11,9 km²
Maximale Tiefe 105 m

Der Gazivodasee (serbisch Jezero Gazivode Jезеро Газиводe, albanisch Liqeni i Gazivodës oder auch Liqeni i Ujëmanit) ist ein Stausee im Lauf des Flusses Ibar. Seinen Namen hat der See von der an ihm gelegenen Ortschaft Gazivode. Durch den See verläuft die Grenze zwischen dem Kosovo und Serbien.

Der Gazivodasee bei Banje

Der See erstreckt sich in der serbischen Gemeinde Tutin und der kosovarischen Gemeinde Zubin Potok. Seine Fläche beträgt 11,9 km². Er liegt auf einer Höhe von 694 m und ist bis zu 105 Meter tief. Der Stausee hat ein durchschnittliches Volumen von 370 Millionen m³. Der See befindet sich zwischen dem Höhenzug Mokra Gora (Teil des Prokletije-Gebirges) im Süden und der Rogozna im Norden.

Der Staudamm wurde in den Jahren 1973 bis 1977 von der in Belgrad ansässigen Firma Hidrotehnika-Hidroenergetika gebaut. Der Damm hat eine Höhe von 108 Metern und eine Breite von 490 Metern und besteht aus 100.000 m³ Beton.[1]

Bevor mit dem Bau begonnen wurde, mussten 230 Einwohner umgesiedelt werden.[2]

Entlang des Nordufers verläuft die Nationalstraße M-22.3 (Novi PazarMitrovica). Am Seeufer liegen einige Dörfer, darunter Ribariće, Banje und Rezala. Bei Brnjak, in unmittelbarer Nähe des Grenzüberganges, führt eine Brücke über den See.

Commons: Gazivodasee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. GAZIVODE 1973–1977. Hidrotehnika-Hidroenergetika a.d., abgerufen am 16. April 2019 (englisch).
  2. Bogumil Terminski: Development – Induced Displacement and Resettlement. Ibidem-Verlag Stuttgart, 2015, ISBN 978-3-8382-6723-4, Seite 192