Homoplasie

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Eine Homoplasie (von griech. homos „gemeinsam“, „gleich“ und plasis „Formung“) bezeichnet in der Biologie ein Merkmal, das bei mehreren Taxa jeweils voneinander unabhängig entstanden ist (Konvergenz). Dieser Terminus (Fachbegriff) wird vor allem in der Molekularbiologie beim Vergleich von Gensequenzen verwendet, in der Morphologie wird dagegen eher von konvergenten Merkmalen gesprochen.

Der Gegensatz zur Homoplasie ist die Homologie. Der englische Terminus homoplasy wird zudem häufig allgemein im Sinne einer Analogie verstanden.

In die Fachsprache eingeführt wurde der Terminus Homoplasie 1870 von Ray Lankester.[1]

Stichwort „Homoplasie.“ In: Herder-Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2003. ISBN 3-8274-0354-5

Einzelnachweise

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  1. Ray Lankester: On the Use of the Term Homology in Modern Zoology, and the Distinction between Homogenetic and Homoplastic Agreements. In: The Annals and Magazine of Natural History, Zoology, Botany, and Geology, 4. Serie, Band 6, 1870, S. 34–43.