Jacob Weber

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Jacob Weber als Vizepräsident des Deutschen Katholikentags, 1912

Jacob Weber (* 25. Oktober 1872 in Lebach; † 11. Dezember 1944 in Essen) war ein deutscher Politiker.

Er war der Sohn eines Schreinermeisters und erlernte von 1893 bis 1896 den Kaufmannsberuf, bei der Keramikfirma Villeroy & Boch in Mettlach. Ab 1896 fand Weber eine Anstellung beim Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikat in Essen, wo er in eine leitende Stellung aufstieg. Später avancierte er zum Vorsitzenden und Manager der Grundbesitzer- und Fabrikantenvereinigung Essen-Eickenscheidt.

Jacob Weber gehörte ab 1909 als Zentrumsmitglied dem Gemeinderat von Kray an. Beim Deutschen Katholikentag in Aachen, 1912, war er Vizepräsident der Veranstaltung. Er fungierte von 1923 bis 1925 als Beigeordneter der Gemeinde Kray. Am 3. März 1926 wählte man ihn dort zum Bürgermeister, welches Amt er bis zum 30. September 1929 bekleidete. Am nächsten Tag wurde Kray nach Essen eingemeindet und Weber übernahm eine Stelle als Beigeordneter der Stadt Essen.

Der Saarländer war von 1927 bis 1933 Vorsitzender der Zentrumspartei Essen und gehörte seit 1920 auch dem Provinziallandtag an.

Weber erhielt ein Ehrengrab der Stadt Essen auf dem Friedhof Kray. Nach ihm wurde am 15. Juli 1954 die Jacob-Weber-Straße in Essen-Kray benannt.

  • Walther Killy: Dictionary of German Biographie. Band 10, Verlag Walter de Gruyter, 2006, ISBN 3-11-096116-4, S. 372. (Scan aus der Quelle mit Kurzbiografie)
  • Erwin Dickhoff: Essener Strassen – Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen. Verlag Richard Bracht, Essen 1979, ISBN 3-87034-030-4.
  • Ernst Schröder: Essener Persönlichkeiten: Biographische Aufsätze zur Essener Verwaltungs- und Kulturgeschichte. Schmidt-Verlag, Neustadt/Aisch 1986, ISBN 3-87707-060-4.
Commons: Jacob Weber (politician) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
VorgängerAmtNachfolger
Ludwig KohlenBürgermeister von Kray-Leithe
19241929
--