Lange Nacht der Wissenschaften

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Veranstaltung der TU Berlin im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften 2006

Eine Lange Nacht der Wissenschaften (abgekürzt: LNdW) ist eine seit etwa dem Jahr 2000 etablierte Form der Öffentlichkeitsarbeit: Auf diese Weise präsentieren sich an größeren Wissenschaftsstandorten in Deutschland die lokalen wissenschaftlichen Einrichtungen mit Einblicken in ihre Forschungsschwerpunkte. Ähnliche Veranstaltungen gibt es in der Schweiz unter dem Namen „Nacht der Forschung“[1] und in Österreich als Lange Nacht der Forschung.

Das Veranstaltungsformat der Langen Nacht orientiert sich an der erfolgreichen „Langen Nacht der Museen“ in Berlin und anderen Großstädten. Im Rahmen des Wissenschaftssommers 2000 in Bonn wurde es erstmals auf die wissenschaftlichen Einrichtungen übertragen. Im Jahr darauf folgte Berlin mit großer Resonanz: 61.972 Besuche wurden gezählt.

Werbung am Ostasieninstitut der Hochschule Ludwigshafen am Rhein für die Nacht der Wissenschaften
Illuminiertes Hauptgebäude der Universität Hannover während der Nacht der Wissenschaften 2016

Neben Berlin wird das Format auch an anderen Wissenschaftsstandorten erfolgreich aktiv praktiziert, dazu zählen unter anderem:

Berlin und Potsdam

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 9. „Lange Nacht der Wissenschaften“ in Berlin und Potsdam am 13. Juni 2009 bot mehr als 2.000 Programmpunkte von 67 Teilnehmern (inkl. ca. 353 Einrichtungen/Instituten) in 160 Gebäuden bzw. Veranstaltungsorten. 15 Sonder-Buslinien waren unterwegs. Ca. 238.750 Besuche wurden gezählt.

2003 fand die erste Lange Nacht in Dresden statt. Am 30. Juni 2023 wurde von 17 bis 24 Uhr die Lange Nacht der Wissenschaften Dresden zum 20. Mal ausgetragen. Das Motto der Veranstaltung lautete „Schlaugemacht bis Mitternacht“. Zu den teilnehmenden Einrichtungen zählten unter anderem mehrere Dresdner Hochschulen, Forschungsinstitute sowie Unternehmen aus der Halbleiterindustrie.[3] Insgesamt waren 52 Veranstaltende mit mehr als 1000 Programmpunkten vertreten. Die Wissenschaftsnacht hatte 48.000 Gäste. Organisiert wurde die Veranstaltung unter anderem vom Netzwerk „Dresden - Stadt der Wissenschaft“ und der Landeshauptstadt Dresden. Die nächste Veranstaltung ist für den 14. Juni 2024 geplant.

Nürnberg, Fürth, Erlangen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle zwei Jahre präsentiert „Die Lange Nacht der Wissenschaften“ im Städtedreieck Nürnberg, Fürth und Erlangen Angebote aus Naturwissenschaft und Technik, Medizin und Gesundheit, sowie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Die Veranstaltung wurde im Jahr 2003 begründet und verzeichnete an den ca. 130 Veranstaltungsorten insgesamt über 30.000 Besucher.[4] Die Besucher können sich sowohl von der Leistungsfähigkeit der sechs Hochschulen in den drei mittelfränkischen Großstädten überzeugen als auch Einblicke in die Forschungsfelder großer Einrichtungen gewinnen. Von den rund 350 Partnern, die von Hochschulinstitutionen über wissenschaftsnah arbeitende Unternehmen und öffentliche Einrichtungen bis hin zu Vereinen, Schulen und privaten Organisationen reichen, wurden 2022 insgesamt rund 750 Programmpunkte in Form von Führungen, Vorträgen, Ausstellungen, Diskussionen, Rundgängen oder Experimenten angeboten. Zusätzlich zum Abendprogramm gibt es seit der Langen Nacht der Wissenschaften 2005 von 14 bis 17 Uhr ein Kinderprogramm. Die 11. Lange Nacht der Wissenschaften ist am Samstag, dem 21. Oktober 2023.[5]

Die teilnehmenden Veranstaltungshäuser werden in der Langen Nacht der Wissenschaften durch ein Sonderbusnetz verbunden.

Wikipedia war 2017 als Gast im Dialysemuseum Fürth, 2019 im Museum für Kommunikation Nürnberg vertreten.

Die „Lange Nacht der Wissenschaften“ der Hochschule Nordhausen soll auf unterhaltsame Weise wissenschaftliche Themen und Informationen vermitteln, was in frei besuchbaren Vorträgen, Vorführungen und Workshops passiert. Die erste „Lange Nacht der Wissenschaften“ fand am 11. Oktober 2006 statt. Es folgten weitere Veranstaltungen, die jeweils zwischen 2500 und 5000 Besucher anzogen.[6]

Konstanz, Kreuzlingen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 veranstalten die Universität Konstanz, die Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG), die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG, Kreuzlingen), die Mainau GmbH sowie die Stadt Konstanz alle zwei Jahre die „Konstanzer Lange Nacht der Wissenschaft“ mit Vorträgen, Diskussionen und Experimenten. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist das Abschlussfest auf der Blumeninsel Mainau mit Live-Musik und Show-Einlagen. 2014 zählte die „Lange Nacht der Wissenschaft“ rund 7.000 Besucher.[7] Die nächste Veranstaltung findet am 10. Mai 2025 statt.[8]

Rhein-Neckar (Mannheim und Ludwigshafen am Rhein)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals fand am 10. November 2018 eine Wissensnacht in der Rhein-Neckar-Region statt, die zusätzlich zu Hochschulen auch weitere Wissensbestände einbezog, jene von Handwerkern oder Sportlern beispielsweise.

Aus der Wissensnacht ist zudem das Konzept einer Virtuellen Wissensnacht entstanden, die im März 2019 stattfand.

Die 12. Nacht der Wissenschaften in Mittweida fand am 1. Juli 2022 statt.[9]

Commons: Lange Nacht der Wissenschaften – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. «Nacht der Forschung» lockt 7000 Personen an. Der Bund, 24. September 2011, abgerufen am 2. Januar 2015.
  2. Nacht der Wissenschaft 2007 (Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen am Rhein) (Memento vom 10. Februar 2011 im Internet Archive)
  3. Veranstalter. Abgerufen am 8. Mai 2023 (deutsch).
  4. [1]
  5. NDW22 - Endlich wieder Wissenschaftsnacht! Abgerufen am 2. April 2022.
  6. nnz-online. Abgerufen am 18. November 2019.
  7. Großer Besucherandrang bei langer Wissenschaftsnacht
  8. Lange Nacht der Wissenschaft in Konstanz und Kreuzlingen
  9. Nacht der Wissenschaften | HS Mittweida. Abgerufen am 18. Juni 2022.