Marcel Sieberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Marcel Sieberg
Marcel Sieberg (2016)
Marcel Sieberg (2016)
Zur Person
Spitzname Sibi
Geburtsdatum 30. April 1982
Nation Deutschland Deutschland
Disziplin Straße
Fahrertyp Helfer
Körpergröße 1,98 m
Renngewicht 80 kg
Zum Team
Aktuelles Team Tudor Pro Cycling Team
Funktion Sportlicher Leiter
Karriereende 2021
Internationale Team(s)
2005
2006
2007
2008–2010
2011
2012–2018
2019–2021
Lamonta
Wiesenhof-Akud
Team Milram
Team Columbia / HTC
Omega Pharma
Lotto
Bahrain
Wichtigste Erfolge

Silbermedaille Deutsche U23-Straßenmeisterschaften 2004
Ronde van Drenthe 2005
GP Jef Scherens 2006

Team(s) als Sportlicher Leiter
2022
2023
Team DSM
Tudor Pro Cycling Team
Letzte Aktualisierung: 31. Dezember 2022
Sieberg beim 19. GP Buchholz 2007

Marcel Sieberg (* 30. April 1982 in Castrop-Rauxel) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer und heutiger Sportlicher Leiter. In seiner Zeit als Aktiver galt er als guter Sprinter[1] und Anfahrer.[2][3]

Nachdem Sieberg im Jahr 2004 Deutsche Straßenmeisterschaften Zweiter im Rennen der U23 wurde, schloss er sich 2005 dem deutschen Continental Team Lamonta an. Für diese Mannschaft gewann er im Sprint einer neunköpfigen Spitzengruppe den niederländischen Halbklassiker Ronde van Drenthe.[4] Zur Saison 2006 wechselte er zum Professional Continental Team Team Wiesenhof-Akud und konnte mit dem GP Jef Scherens Leuven ein weiteres Eintagesrennen der UCI-Kategorie 1.1. gewinnen.

Im Jahr 2007 fuhr er für das deutsche UCI ProTeam Milram. Bei der 2. Etappe der Tour de France 2007 fuhr er zusammen mit Cédric Hervé und Rubén Pérez bis kurz vor Schluss mit weitem Abstand vor dem Hauptfeld.[1] Danach wurde er als kämpferischster Fahrer der Etappe mit der Roten Rückennummer ausgezeichnet.

2008 bis 2010 fuhr er für das Team Columbia. Er wechselte zusammen mit André Greipel zur Saison 2011 zum belgischen Radsportteam Omega Pharma-Lotto und übernahm dort eine zentrale Rolle bei der Sprintvorbereitung im Sprintzug des mehrfachen Tour-de-France-Etappensiegers.[2][3]

Er erzielte danach weniger individuelle Erfolge, darunter Siege beim Sparkassen Giro Bochum 2012, 2014 und 2015. Im Jahr 2016 wurde er beim Radsport-Monument Paris–Roubaix überraschend Siebter und damit bester Deutscher, nachdem er erst auf der vorletzten Kopfsteinpflasterpassage aus der Spitzengruppe zurückgefallen war.[3]

2021 beendete er seine Karriere als Radsportler[5] und wurde 2022 Sportlicher Leiter des Team DSM.[6] Nach einem Jahr wechselte er in dieselbe Funktion zum Tudor Pro Cycling Team.[7]

2000

  • Deutscher Meister – Straßenrennen (Junioren)
  • Gesamtwertung Giro di Basilicata
  • Gesamtwertung Driedaagse van Axel
  • Gesamtwertung und eine Etappe Trofeo Karlsberg

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

Grand Tours-Platzierungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Grand Tour200720082009201020112012201320142015201620172018201920202021
Maglia Rosa Giro d’ItaliaGiroDNF
Gelbes Trikot Tour de FranceTour120141132DNF145150169DNFDNF
Rotes Trikot Vuelta a EspañaVuelta122
Legende: DNF: did not finish, aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen.
Sieberg (l.) vor dem Start der Deutschland Tour 2018 in Bonn, mit Christian Knees (l.) und Pascal Ackermann
Commons: Marcel Sieberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. a b radsport-news.com vom 9. Juli 2007: Sieberg macht Reklame für sich und sein Team
  2. a b faz.net vom 30. Januar 2013: „The big German“ und sein Privatzug
  3. a b c Greipel-Helfer Sieberg im Rampenlicht: «Macht mich stolz». rad-net.de, 11. April 2016, abgerufen am 12. April 2016.
  4. radsport-news.com vom 10. April 2005: Sieberg sprintet zum Gesamtsieg
  5. Christoph Adamietz: Sieberg: „... als hätte ich selbst gewonnen“. In: Radsportnews.com. 11. Juni 2021, abgerufen am 14. März 2022.
  6. Sieberg wird nach Karriereende Coach bei DSM. In: Radsportnews.com. 5. Oktober 2021, abgerufen am 14. März 2022.
  7. Sieberg hofft auf „ein cooles Jahr“ mit dem Team Tudor. In: radsport-news.com. 4. Januar 2023, abgerufen am 5. Januar 2023.