Robert Lukas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
OsterreichÖsterreich  Robert Lukas

Geburtsdatum 29. August 1978
Geburtsort Wien, Österreich
Größe 177 cm
Gewicht 84 kg

Position Verteidiger
Nummer #55
Schusshand Links

Karrierestationen

bis 1999 CE Wien
1999–2000 VEU Feldkirch
2000–2001 EC VSV
2001–2004 EHC Linz
2004–2005 Vienna Capitals
2005–2006 EHC Linz
2006–2007 Vienna Capitals
2007–2008 HK Nitra
EC Red Bull Salzburg
2008–2018 EHC Linz

Robert „Bobby“ Lukas (* 29. August 1978 in Wien) ist ein ehemaliger österreichischer Eishockeyspieler, der der Großteil seiner Karriere beim EHC Linz verbrachte. Insgesamt vier Mal gewann er den nationalen Meistertitel. Mit der österreichischen Nationalmannschaft nahm er an einer Vielzahl von Turnieren und Weltmeisterschaften teil, Höhepunkte waren dabei die Teilnahmen an den Olympischen Winterspielen 2002 und 2014. Sein Bruder Philipp ist ebenfalls ehemaliger Eishockeyspieler.

Robert Lukas begann seine Karriere als Eishockeyspieler in seiner Heimatstadt beim CE Wien, für dessen Profimannschaft er von 1997 bis 1999 in der Österreichischen Bundesliga aktiv war. Anschließend wechselte der Verteidiger für je eine Spielzeit zu dessen Ligarivalen VEU Feldkirch und EC VSV. Im Sommer 2001 schloss er sich dem EHC Linz an, mit dem er in der Saison 2002/03 erstmals die nationale Meisterschaft gewann. Nach drei Jahren verließ der Linksschütze Linz wieder und begann die Saison 2004/05 bei den Malmö Redhawks in der schwedischen Elitserien. Nach nur einem Spiel verließ er diese jedoch bereits wieder und unterschrieb bei den Vienna Capitals aus der Hauptstadt Wien, mit denen er seinen zweiten Meistertitel errang.

In der Saison 2005/06 kehrte Lukas zum EHC Linz zurück, ehe er in den Play-offs bei den Kloten Flyers in der Schweizer Nationalliga unterschrieb. Im folgenden Jahr spielte der Nationalspieler überwiegend für seinen ehemaligen Club, die Vienna Capitals und wurde am Saisonende erstmals für das All-Star-Game der ÖEHL berufen. Zur Saison 2007/08 wurde er zunächst vom HK Nitra aus der slowakischen Extraliga verpflichtet. Kurz vor den Play-offs in der EBEL kehrte er allerdings nach Österreich zurück, wo Lukas mit dem EC Red Bull Salzburg 2008 zum insgesamt dritten Mal Meister wurde und zum zweiten Mal für das All-Star-Game nominiert wurde. Ab 2008 stand Lukas wieder für die Black Wings in Linz auf dem Eis und wurde mit dem Klub 2012 erneut österreichischer Meister. 2009 wurde er zudem für das All-Star-Game der Liga nominiert.

Nach der Saison 2017/18 beendete er wie sein Bruder seine Karriere und wurde Nachwuchsleiter beim EHC Linz. Seine Trikotnummer 55 wurde durch den Club gesperrt.[1]

Für Österreich nahm Lukas im Nachwuchsbereich an der U18-B-Europameisterschaft 1995 und der U18-C-Europameisterschaft 1996, als er zum besten Verteidiger des Turniers gewählt wurde, sowie der Junioren-C-Weltmeisterschaft 1997 teil.

Mit der Herren-Nationalmannschaft, in der er am 13. November 1999 bei der 1:3-Niederlage im Freundschaftsspiel gegen Deutschland in Rosenheim debütierte, spielte er bei den Weltmeisterschaften der Division I 2006, 2008 und 2010. In der Top-Division stand er 2002, 2003, 2004, 2005, 2007, 2009, 2011 und 2013 auf dem Eis. Zudem vertrat er das Alpenland bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City und 2014 in Sotschi sowie den Qualifikationsturnieren zu den Winterspielen 2006 in Turin, 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi.

Erfolge und Auszeichnungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM +/− Sp T V Pkt SM +/−
1997/98 CE Wien ÖEHL 26 0 0 0 0
1998/99 CE Wien ÖEHL 46 3 2 5 22
1999/00 VEU Feldkirch ÖEHL 42 3 8 11 8 +2
2000/01 EC VSV ÖEHL 50 7 16 23 24 +27
2001/02 EHC Black Wings Linz ÖEHL 32 9 19 28 34 +27 13 1 10 11 22 +15
2002/03 EHC Black Wings Linz ÖEHL 52 10 23 33 80 +35
2003/04 EHC Black Wings Linz ÖEHL 48 8 24 32 30 +23 3 1 2 3 0 −2
2004/05 Vienna Capitals ÖEHL 45 7 21 28 18 +17 10 2 5 7 4 +4
2005/06 EHC Black Wings Linz ÖEHL 46 6 23 29 99 +19
2006/07 Vienna Capitals ÖEHL 56 8 32 40 84 −1 3 1 2 3 4 −3
2007/08 HK Nitra SVK 33 3 5 8 39 −20
2007/08 EC Red Bull Salzburg ÖEHL 12 1 6 7 6 +5 13 0 3 3 4 −3
2008/09 EHC Black Wings Linz ÖEHL 54 6 15 21 88 +5 10 0 2 2 20 −3
2009/10 EHC Black Wings Linz ÖEHL 51 9 20 29 135 +18 18 0 6 6 16 −1
2010/11 EHC Black Wings Linz ÖEHL 33 1 9 10 49 +10 5 0 0 0 34 −2
2011/12 EHC Black Wings Linz ÖEHL 47 1 5 6 30 +3 17 0 3 3 18 +6
2012/13 EHC Black Wings Linz ÖEHL 53 1 4 5 36 −6 11 1 2 3 6 +3
2013/14 EHC Black Wings Linz ÖEHL 52 2 14 16 18 +17 8 1 1 2 4 ±0
2014/15 EHC Black Wings Linz ÖEHL 36 0 10 10 29 +10 12 0 0 0 10 −9
2015/16 EHC Black Wings Linz ÖEHL 53 2 3 5 16 −4 10 0 3 3 8 −1
2016/17 EHC Black Wings Linz ÖEHL 35 2 10 12 18 −2
ÖEHL gesamt 829 82 256 338 810 +141 143 9 43 52 158 −11

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Commons: Robert Lukas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Karriereende von Robert Lukas als Neubeginn. In: blackwings.at. 11. April 2018, abgerufen am 11. April 2018.