Sascha Lewandowski

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Sascha Lewandowski
Sascha Lewandowski, 2016
Personalia
Geburtstag 5. Oktober 1971
Geburtsort DortmundDeutschland
Sterbedatum vor 8. Juni 2016
Sterbeort BochumDeutschland
Junioren
Jahre Station
1976– TSC Eintracht Dortmund
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1994 VfR Sölde
Stationen als Trainer
Jahre Station
1988–2000 Eintracht Dortmund Jugend
SG Wattenscheid 09 U-17
VfL Bochum U-17
2003–2006 VfL Bochum U-19
2006–2007 VfL Bochum II
2007–2012 Bayer 04 Leverkusen U-19
2012–2013 Bayer 04 Leverkusen
2013–2015 Bayer 04 Leverkusen Jugend
2014 → Bayer 04 Leverkusen (interim)
2015–2016 1. FC Union Berlin
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Sascha Lewandowski (* 5. Oktober 1971 in Dortmund; † zwischen 4.[1] und 8. Juni 2016[2] in Bochum) war ein deutscher Fußballtrainer, der unter anderem als Cheftrainer bei Bayer 04 Leverkusen tätig war.

Karriere als Trainer

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Eintracht Dortmund

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Lewandowski begann seine Karriere als Trainer beim TSC Eintracht Dortmund. Dort war er bis 2000 für verschiedene Jugendmannschaften, von der D- bis zur B-Jugend, verantwortlich, um anschließend die B-Jugend (U-17) der SG Wattenscheid 09 zu übernehmen.

Beim VfL Bochum war er von 2003 bis 2006 für die A-Jugend (U-19) verantwortlich. Mit seinem Team gewann er zweimal in Folge die westdeutsche Meisterschaft und stand zweimal hintereinander im Finale um die deutsche Meisterschaft. In der Saison 2003/04 musste man sich im Finale dem FC Bayern München und in der Saison 2004/05 dem VfB Stuttgart geschlagen geben. Zu seinem Team zählten u. a. Dennis Grote, Andreas Luthe, Patrick Fabian und Marvin Matip, die alle den Sprung in den Profikader schafften.

Zur Saison 2006/07 übernahm er die zweite Mannschaft.

Bayer Leverkusen

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Zur Saison 2007/08 übernahm Lewandowski die A-Jugend (U-19) von Bayer 04 Leverkusen. Diese trainierte er durchgehend bis zum 1. April 2012. Nach der Freistellung des bisherigen Cheftrainers der ersten Mannschaft, Robin Dutt, übernahm Lewandowski das Profi-Team gemeinsam mit Sami Hyypiä interimistisch bis Saisonende. Dabei übernahm Hyypiä, der nicht die erforderliche Fußballlehrer-Lizenz besaß, den Posten des Teamchefs. Lewandowski, der die erforderliche Fußballlehrer-Lizenz des DFB als einer der drei besten Absolventen des Trainerlehrgangs 2011 erhalten hatte,[3] wurde Cheftrainer und nahm alle offiziellen Termine wie z. B. Pressekonferenzen wahr.[4] Lewandowski unterschrieb im Mai 2012 einen Dreijahresvertrag als Cheftrainer bis zum 30. Juni 2015.[5]

Zur Saison 2013/14 wechselte Lewandowski zurück in die Jugendabteilung. Er übernahm die neu geschaffene Funktion als Nachwuchs-Cheftrainer und unterschrieb einen Vertrag mit Laufzeit bis zum 30. Juni 2016. Nach Hyypiäs Entlassung am 5. April 2014 wurde er bis zum Saisonende Interimstrainer des Bundesligateams.[6]

1. FC Union Berlin

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Am 2. September 2015 wurde Lewandowski als Nachfolger von Norbert Düwel Trainer des 1. FC Union Berlin.[7] Anfang März 2016 wurde das Arbeitsverhältnis vorzeitig beendet, nachdem bei Lewandowski ein Burnout-Syndrom diagnostiziert worden war.[8]

Lewandowski war mit der Sportreporterin Anne van Eickels liiert und arbeitete bis 2006 nebenbei als Journalist.[9]

Am 8. Juni 2016 wurde Lewandowski tot in seiner Bochumer Wohnung aufgefunden.[10] Kurz zuvor war er von der Polizei aufgrund des Verdachts eines Sexualdelikts an einem Kind zunächst festgenommen worden.[11] Die Obduktion ergab, dass er Suizid begangen hatte.[12]

Commons: Sascha Lewandowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Vorwurf Kindesmissbrauch! Die dunkle Seite des Sascha Lewandowski, auf bz-berlin.de
  2. Sascha Lewandowski ist tot, auf rp-online.de
  3. "Wir haben keine Tabelle in der Kabine" reviersport.de, 25. März 2011.
  4. Bayer 04 stellt Trainer Robin Dutt frei. Abgerufen am 3. Mai 2020., bayer04.de vom 1. April 2012.
  5. Bayer 04 setzt weiter auf Lewandowski und Hyypiä (Memento vom 21. Januar 2016 im Internet Archive), bayer04.de vom 15. Mai 2012.
  6. Bayer 04 trennt sich von Hyypiä – Lewandowski übernimmt bis Saisonende (Memento vom 7. April 2014 im Internet Archive) bayer04.de vom 5. April 2014.
  7. Sascha Lewandowski ist neuer Cheftrainer des 1. FC Union Berlin. In: fc-union-berlin.de. 2. September 2015, abgerufen am 19. Oktober 2022.
  8. Akutes Erschöpfungssyndrom: Sascha Lewandowski nicht mehr Trainer des 1. FC Union Berlin. In: fc-union-berlin.de. 4. März 2016, abgerufen am 20. Oktober 2022.
  9. Sascha Lewandowski: „Mit Bayer wieder Vorreiter sein“. dfb.de, 31. Oktober 2013.
  10. Fußballtrainer Sascha Lewandowski ist tot. In: DerWesten. 9. Juni 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. Januar 2021; abgerufen am 9. Juni 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.derwesten.de
  11. Florian Flade: Sascha Lewandowski: Verdacht des Kindesmissbrauchs vor dem Tod des Ex-Trainers. Die Welt, 11. Juni 2016, abgerufen am 22. Dezember 2017.
  12. Obduktion bestätigt – Sascha Lewandowski hat Suizid begangen. In: DerWesten. 13. Juni 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 25. Oktober 2018; abgerufen am 13. Juni 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.derwesten.de