Sepia (Fotografie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Foto von 1926 mit Sepia-Färbung

Fotografien mit der Eigenschaft sepia sind über die gesamte Bildfläche in der gelblich-bräunlichen Farbe Sepia gehalten und haben einen reduzierten Farbumfang. Sepia-Fotografien entstehen auf verschiedene Arten:

  • Bei alten fotografischen Abzügen wird der Schwarz-Anteil durch UV-Strahlung bräunlich und das Weiß auf dem Papier mit der Zeit gelblich-cremig.
  • Bei Schwarzweiß-Abzügen können durch bestimmte chemische Färbebäder, beispielsweise auf Basis von Thioharnstoff und Natriumhydroxid, Sepiatönungen erzeugt werden.[1][2] Eine Tönung ist ebenfalls mit Schwarztee möglich.
  • Heutzutage ist bei Digitalkameras normalerweise ein entsprechender Modus vorhanden. Viele Bildbearbeitungsprogramme ermöglichen ebenfalls, diesen Effekt im Nachhinein anzuwenden.
  • Bei gedruckten Bildern, z. B. im Offset-Druck, kann ein guter Sepia-Effekt erzielt werden, indem ein Schwarzweißbild zusätzlich mit einer Schmuckfarbe gedruckt wird, dem sogenannten Duplexdruck.

Im Folgenden ist das gleiche Digitalbild in Vollfarben, ausgebleicht, mit Sepia-Effekt und in Graustufen zu sehen:

Künstliche Erzeugung des Sepia-Effekts

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der digitalen Bildbearbeitung kann durch einfache Umwandlung der Rot-, Grün- und Blau-Anteile eines einzelnen Pixels ein Sepia-Effekt erzeugt werden:

R = R * 0.393 + G * 0.769 + B * 0.189
G = R * 0.349 + G * 0.686 + B * 0.168
B = R * 0.272 + G * 0.534 + B * 0.131
Commons: Sepia-Fotografien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. L. Bartlett, J. Tarrant: Workshop schwarzweiss printing. Augustus-Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-8043-5105-0.
  2. U. Raffay: Sammlung fotografischer Rezepte. CG-CHEMIE-Fototechnische Beratung, Hamburg 1985.