Uta Reinöhl

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Uta Reinöhl (* 1986[1]) ist eine deutsche Linguistin und Hochschullehrerin.

Reinöhl studierte von 2005 bis 2010 an den Universitäten Dublin und Münster Allgemeine Sprachwissenschaft, Philosophie und Anglistik und promovierte 2013 an der Universität zu Köln in Allgemeiner Sprachwissenschaft zum Thema Grammaticization and the Rise of Phrase Structure – On the Emergence of Postpositional Constructions in Indo-Aryan.[2] Nach ihrer Promotion war sie bis 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln sowie von 2015 bis 2017 als Stipendiatin der Humboldt-Stiftung an der Australian National University tätig. Seit 2019 ist Reinöhl Leiterin der Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe Non-hierarchicality in grammar. Construction formation without word class distinction across categories and languages an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.[3] 2020 wurde sie als Nachfolgerin von Eva Tichy auf den Lehrstuhl für Allgemeine Sprachwissenschaft der Universität Freiburg berufen.[4]

Forschungsschwerpunkt

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Uta Reinöhl befasst sich mit der Grammatikalisierungstheorie, der Historischen Syntax, der Non-configurationality, Serialverbkonstruktionen, der Tonalen Phonologie und den Sprachen Indoarisch, Indoeuropäisch, dem Südasiatischen Sprachbund und Tibetoburmanisch (Mishmi).[5] Mit ihrer Grammatikalisierungsforschung, dem Wissen über verschiedene Sprachen und der Fähigkeit zur Generalisierung einerseits und ihrer Forschung zur Entwicklung bestimmter Sprachen im Bereich der Historischen Sprachwissenschaft andererseits verbindet Uta Reinöhl nebeneinander liegende Wissenschaftstraditionen.[6]

Einzelnachweise

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  1. Sascha Zoske: Die Schönheit des Kera’a. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 12. Juni 2019, abgerufen am 17. Mai 2024.
  2. Grammaticalization and the Rise of Configurationality in Indo-Aryan. Abgerufen am 16. Mai 2024 (englisch).
  3. Nicht-hierarchische Strukturen in grammatischen Systemen - Zur Konstruktionsbildung ohne Wortklassendistinktion im über-einzelsprachlichen und kategorialen Vergleich. In: DFG - GEPRIS. Abgerufen am 13. Mai 2024.
  4. Uta Reinöhl | Wissenschaftlicher Werdegang. In: Sprachwissenschaftliches Seminar. Abgerufen am 13. Mai 2024.
  5. Prof. Dr. Uta Reinöhl, Universität Freiburg, abgerufen am 16. Mai 2024.
  6. a b Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2019. In: dfg.de. Abgerufen am 13. Mai 2024.
  7. Website. Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft, abgerufen am 13. Mai 2024 (nicht zielführend).